Ursachen: Wie entsteht ein Dermatofibrom?
Das Dermatofibrom entsteht durch eine knotige Bindegewebsreaktion mit Einlagerung des bräunlichen Eisenspeicherkomplexes Hämosiderin. Nach kleineren Traumata wird die abnorme Narbenbildung ausgelöst. So treten Dermatofibrome häufig lokal nach einem Insektenstich auf, nach kleineren Verletzungen oder Entzündungen. In sehr seltenen Fällen kann sich die harmlose Hautveränderung anschließend bösartig verändern.
Symptome: Wie äußert sich ein Dermatofibrom?
Dermatofibrome sind häufig einzelnstehende, rot bis bräunlich gefärbte Knötchen. Symptomatisch zeigt sich das Fibrom meist flach und glatt, kann aber das Hautniveau auch leicht überragen und mit seiner rauen Oberfläche einer Stielwarze ähneln. Charakteristisch ist jedoch die harte Konsistenz der Hautveränderung, die es zusätzlich zu dem charakteristischen Aussehen weiter von anderen Hautveränderungen abgrenzt. Meist finden sich Dermatofibrome an den Ober- und Unterschenkeln von Betroffenen. Seltene Subformen der Hautveränderung treten eher an Gesicht und Kopfhaut auf. Gelegentlich kann das Dermatofibrom auch jucken. Tritt das Dermatofibrom an Stellen mit konstanter Reizung auf, kann es sich entzünden und ein lokaler Schmerz entstehen. In der Regel verursacht das Fibrom jedoch keine Symptome.
Prävention und Therapie: Dermatofibrome behandeln
Prävention: Dermatofibrom vorbeugen
Leider gibt es keine präventiven Maßnahmen bezüglich der Entstehung von Fibromen. Lediglich die Vermeidung der Ursache in Form kleiner, möglicherweise auslösender Traumata bietet eine Option in der Prävention der Entstehung des Dermatofibroms. So kann man beispielsweise verstärkt auf angepasste Kleidung und Mückenschutz achten. Generell ist immer eine konsequente Hautpflege und Lichtschutz zu empfehlen.
Behandlung: Dermatofibrom behandeln
Das Dermatofibrom ist eine harmlose Veränderung der Haut, die keine Behandlung erfordert. Aufgrund lokaler Beschwerden oder zur Abklärung der Hautveränderung kann in manchen Fällen das Entfernen des Fibroms empfohlen werden. Auch aus kosmetischen Gründen lassen sich manche Betroffene die Fibrome chirurgisch entfernen oder lasern. Diese Therapie des Dermatofibroms sollte jedoch unbedingt beim Hautarzt durchgeführt werden. Es ist dringend davon abzuraten sich Hautveränderungen jeglicher Art selbst zu entfernen, da unsteriles Arbeiten zu einem erhöhten Risiko für Blutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen führt.
Die richtige Therapie sollte individuell an den Patienten angepasst werden. Dennoch ist die Akzeptanz des Haarausfalls durch den Betroffenen sehr wichtig, da ein Fortschreiten des Haarausfalls häufig nicht verhindert werden kann.
Dr. med. Karoline Jungclaus empfiehlt: Das hilft bei Dermatofibromen wirklich
Die am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf praktizierende Dermatologin Dr. med. Jungclaus erklärt, was ihren Patienten wirklich geholfen hat.
- Eine Abklärung zur Stellung der Diagnose bei einem Arzt verschafft Sicherheit bzgl. der Diagnose.
- Eine konsequente Hautpflege ist immer zu empfehlen, auch Hautpartien mit Hautveränderungen sollten dabei nicht ausgespart werden.
- Eine Entfernung der Fibrome kann zum Ausschluss anderer Erkrankungen nötig sein.
- Auch aus kosmetischen Gründen kann eine Entfernung des Fibroms erfolgen.

„Das Dermatofibrom ist eine ungefährliche Hautveränderung. Sofern die Diagnose gesichert ist und keine Symptome bestehen ist keine Behandlung nötig.“
-Dr. med. Karoline Jungclaus
Wissen2go
Steriles Arbeiten beschreibt ein Arbeiten frei von Keimen. Dies ist lediglich mit speziell gereinigten Geräten und besonders verpackt und sauber gehaltenem Material möglich.