Ursachen: Wie entsteht ein malignes Melanom?
Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich aus einem einzigen Melanozyten in der Haut des Patienten. Diese entartete Zelle teilt sich daraufhin unkontrolliert und der Tumor wächst zunächst lokal in der Haut. Sobald die Basalmembran der Haut durchbrochen ist, können die Krebszellen sich weiter im Körper verteilen.
Der Großteil der Melanome entsteht auf zuvor unauffälliger Haut, wobei sich viele Melanome auch aus so genannten Vorläuferläsionen entwickeln. Eine typische Vorläuferläsion ist das Muttermal (auch Nävus genannt). Die weit verbreiteten und überwiegend harmlosen Muttermale können also zu Hautkrebs entarten. Daher ist es wichtig sie regelmäßig selbst zu beobachten – siehe ABCD-Regel – und von einem Dermatologen überprüfen zu lassen. Bedeutendes Risiko für die Entartung von Melanozyten ist zudem eine starke Sonneneinwirkung der Haut.
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Bei Frauen treten ca. 40% der Melanome an den Unterschenkeln auf.
Symptome: Wie äußert sich das maligne Melanom?
Das maligne Melanom kann sich als auffällige Hautveränderung äußern. Hier kann typischerweise die Haut von Kopf, Rumpf, Armen und Beinen betroffen sein. Es entstehen jedoch auch Melanome an den Finger- und Zehennägeln, den Hand- und Fußsohlen und im Auge. Bei bloßem Betrachten kann die ABCDE-Regel helfen, fragliche Melanome als auffällig einzustufen. Wichtig ist es zu beobachten, in welcher Geschwindigkeit sich ein Muttermal verändert. Liegt ein Melanom vor, kann es zu typischen, lokalen Symptomen wie Juckreiz oder spontanes Bluten kommen. Zudem können die lokalen Lymphknoten des Patienten als Reaktion auf den Tumor geschwollen sein.
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Wenn Sie sehr viele Muttermale haben, achten Sie auf die Muttermale, die herausstechen und anders aussehen als die anderen.
Therapie und Prävention: Melanome behandeln
Prävention: Schwarzem Hautkrebs vorbeugen
Sowohl natürliche UV-Strahlen durch die Sonne im freien als auch künstliche UV-Strahlen im Solarium sollten vermieden werden. Besonders wichtig ist es, kleine Kinder vor Sonnenbrand zu schützen.
Wichtig ist ein regelmäßiges Hautkrebs-Screening – selbstständig oder bestenfalls durch einen erfahrenen Hautarzt.
Behandlung: Malignes Melanom behandeln
Die Prognose des malignen Melanoms hat sich in den letzten Jahren aufgrund der vermehrten Früherkennung und neuer therapeutischer Ansätze stark verbessert.
Die drei Säulen der Therapie sind die Chirurgische Behandlung, die medikamentöse Behandlung und die Strahlentherapie. Je nach Melanom Stadium und körperliche Verfassung des Patienten gibt es ein individuelles Therapiekonzept.
Behandlungsansätze
- Chirurgische Therapie
- Primäres Ziel ist die vollständige Entfernung des Melanoms mit ausreichend Sicherheitsabstand. Dazu wird das Melanom unter lokaler Betäubung mit einem Skalpell herausgeschnitten und die Haut mit ein paar Stichen genäht. Auch im metastasierten Stadium können Metastasen mit dem Ziel der vollständigen Entfernung oder zur Eindämmung der Erkrankung chirurgisch entfernt werden.
- Systemische Behandlung
- Präventiv nach Entfernung des Tumors als auch in metastasierten Stadien, kann eine systemische Therapie sinnvoll sein. Hier werden individuell auf den Patienten abgestimmte Medikamentengruppen eingesetzt:
- Immuntherapie
- Chemotherapie
- Strahlentherapeutische Behandlung
- In der Strahlentherapie, auch Radiotherapie genannt, werden die Krebszellen durch ionisierende Strahlen abgetötet.
Dr. med. Christian Greis empfiehlt: Das hilft bei Melanomen wirklich
Der am Universitätsspital Zürich praktizierende Dermatologe Dr. Greis erklärt, was seinen Patienten wirklich geholfen hat.

„Das frühe Erkennen von schwarzem Hautkrebs ist entscheidend. Je früher der Krebs erkannt wird, desto höher sind die Erfolgschancen. Sowohl die chirurgische Entfernung als auch eine medikamentöse Therapie sollte durch spezialisierte Hautkrebs-Zentren durchgeführt werden.“
-Dr. med. Christian Greis
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In Deutschland übernimmt die Krankenkasse bei Patienten über 35 Jahren alle zwei Jahre die Kosten für ein Hautkrebsscreening – je nach Krankenkasse auch schon früher.
Eine frühzeitige Diagnose und die vollständige Entfernung des malignen Melanoms erhöhen die Lebenserwartung des Patienten signifikant. In frühen Stadien beträgt die 5-Jahres Überlebensrate über 90%.