Ursachen: Wie entsteht eine Dellwarze?
Der direkte Auslöser der Warze ist das Molluscipox Virus. Für eine Infektion muss das Virus über kleinste Hautverletzungen in die Haut gelangen. Bei Krankheiten der Haut mit geschwächter Hautbarriere, wie z.B. dem Ekzem oder der Neurodermitis, oder auch einem geschwächten Immunsystem, ist eine Ansteckung mit dem Virus einfacher. Deshalb zeigen Patienten mit Neurodermitis häufiger einen sehr ausgeprägten Befall mit vielen Dellwarzen.
Dellwarzen entstehen einige Wochen bis wenige Monate nach direktem oder indirektem Kontakt mit dem Virus, bzw. der in der Warze enthaltenen, ansteckenden, geleeartigen Masse. Kratzt man an einer Dellwarze, kann sich dieses infektiöse Material entlang der Kratzrichtung verteilen, woraus weitere, in einer Reihe angeordnete Warzen resultieren können. Dellwarzen des Intimbereichs übertragen sich wegen des direkten Hautkontakts beim Geschlechtsverkehr. Ebenfalls möglich ist die Übertragung über Schmierinfektionen, z.B. über Kleider.
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Die in der Dellwarze enthaltene, geleeartige Masse nennt sich auch „Molluscumkörperchen“.
Symptome: Wie äußert sich eine Dellwarze?
Dellwarzen treten als alleinstehende oder gruppierte, kleine Warzen von meist 2-6mm Durchmesser auf. Nur selten können sie bis zu 2cm groß werden. Sie sind hautfarben, weiß- oder gelblich. Die Warzen zeigen in der Mitte eine charakteristische Delle, die ihnen den Namen «Dellwarze» gibt.
Neben dem Rumpf und den Händen sind Dellwarzen vor allem in Gesicht und Hals, bzw. insbesondere an den Augenlidern zu finden. Zudem ist ein Befall des Intimbereichs möglich.
Typischerweise verursachen Dellwarzen keine klassischen Symptome wie Juckreiz oder Schmerzen. Kratzt man sie auf, ist jedoch eine bakterielle Infektion möglich. Diese erkennt man an einer geröteten, schmerzhaften und überwärmten Schwellung im Bereich der Dellwarze. In diesem Fall ist eine Vorstellung beim Arzt sinnvoll, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
Besonders Kinder sind von einer Infektion mit Dellwarzen betroffen, da sie trotz ausbleibender Symptome (z.B. Juckreiz) an den betroffenen Stellen kratzen und so die Infektion mühelos weitergeben.
Prävention und Therapie: Dellwarzen behandeln
Prävention: Dellwarzen vorbeugen
Da sich Dellwarzen über Kontakt- und Schmierinfektionen übertragen, ist die effektivste Prävention die Vermeidung von Kontakt mit betroffenen Hautregionen. Da Dellwarzen bei gesunden Menschen absolut harmlos sind, steht die Prävention eher im Hintergrund. Um eine Verschleppung der Warzen zu verhindern, kann man diese mit handelsüblichen Desinfektionsmitteln desinfizieren. Dies verhindert auch eine bakterielle Infektion derjenigen.
Behandlung: Dellwarzen therapieren
Da Dellwarzen meistens nach einigen Wochen bis Monate von selbst wieder verschwinden, ist man mit einer aktiven Therapie eher zurückhaltend – insbesondere, wenn nur wenige Warzen bestehen. Ein weiterer Grund für eine abwartende Haltung ist die Lokalisation im Gesicht, da eine Therapie der Warze potentiell mit einer Narbenbildung einhergeht, während die Warze narbenfrei von selbst ausheilen kann.
Bei ausgeprägtem Befall kann man die Dellwarzen jedoch vom Arzt entfernen lassen. Methoden, die sich dafür eignen, sind das Ausdrücken, das Vereisen mit flüssigem Stickstoff (sog. Kryotherapie) oder die Entfernung mit dem Laser, dem Skalpell oder dem scharfen Löffel (sog. Kürettage). Ebenfalls möglich ist die Behandlung mit Tinkturen oder Crèmes, die man regelmäßig auf die Dellwarze auftragen muss.
Bei der Wahl der Therapieform ist insbesondere die mögliche Narbenbildung einzelner Methoden, sowie die Lokalisation der Dellwarzen zu beachten.
Dr. med. Christian Greis empfiehlt: Das hilft bei Dellwarzen wirklich
Der am Universitätsspital Zürich praktizierende Dermatologe Dr. Greis erklärt, was seinen Patienten wirklich geholfen hat.
- Dellwarzen heilen mit etwas Geduld meist von selbst ab. Es kann daher oft auf eine spezifische Therapie verzichtet werden.
- Mit einer guten Rückfettung der Haut mit gängigen Körperlotionen kann die Hautbarriere gestärkt und die weitere Verbreitung der Viren gehemmt werden. Bei einem ausgeprägten Befall kann sich der Arzt abhängig von der betroffenen Lokalisation für eine tendenziell invasivere Therapieform (z.B. Laser oder Curette) entscheiden.
- Die Kryotherapie, das heißt das Vereisen der Dellwarze mit flüssigem Stickstoff führt meist zu einer narbenlosen Abheilung.

„Dellwarzen treten häufig bei Kindern und jungen Erwachsenen auf. Auch wenn sie ästhetisch störend sind, sind sie harmlos und verschwinden meist von selbst. Mit einer Therapie kann deshalb in der Regel einige Wochen zugewartet werden.„
-Dr. med. Christian Greis
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Möchte man Dellwarzen selber ausdrücken, sollte man den Kontakt mit der darin enthaltenen Masse vermeiden und die zurückbleibende Läsion gut desinfizieren. So kann eine Verschleppung der Dellwarzen auf andere Hautpartien vermieden werden. Eine Entfernung durch den Arzt ist klar zu bevorzugen.
Dellwarzen: Sonderformen und Begleiterkrankungen
Bei besonders ausgeprägtem Befall, z.B. mit hoher Anzahl Dellwarzen bzw. großer Ausbreitungsfläche muss man Krankheiten ausschließen, die das Immunsystem schwächen. Ein prominentes Beispiel einer solchen Erkrankung ist HIV bzw. AIDS. Es gehört deshalb in diesem Fall ein HIV-Test zu einer sauberen Abklärung.